Sie sind eine lästige Qual, vor der kaum jemand verschont bleibt, und trotzdem sind sie immer noch ein peinliches Tabuthema, über das wir nur ungern sprechen und wegen dem wir schon gar nicht zum Arzt gehen wollen (siehe: Wie werden Hämorrhoiden diagnostiziert?). Die Rede ist von dem Hämorrhoidalleiden, umgangssprachlich auch als Hämorrhoiden bezeichnet. Damit es erst gar nicht zu dieser prekären Situation kommt und wir dem Leiden entgehen, können einige Vorbeugungsmaßnahmen getroffen werden. Sehen wir uns folgend an, worauf wir unbedingt achten sollten:

Viel Bewegung

Der menschliche Körper ist nicht dafür ausgelegt, den ganzen Tag nur auf der Couch zu sitzen oder im Bett zu liegen. Nicht nur der Rücken und die Blutzuckerwerte leiden bei schlechter Fitness, auch ein Hämorrhoidalleiden kann durch zu wenig Bewegung mitausgelöst werden. Erfreuen Sie sich lieber an der frischen Luft, und bewegen Sie sich. Das bietet Ihrem Körper eine Reihe von Vorteilen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Am besten geeignet sind Sportarten, die den Beckenboden nicht belasten, wie beispielsweise Wandern, Schwimmen oder Radfahren.

Ernährung

Verzichten Sie auf zuckerhaltige Getränke oder Speisen. Greifen Sie beim Süßen lieber auf Honig zurück. Der schmeckt nicht nur gut und versorgt den Körper mit Nährstoffen, sondern ist auch noch ein richtiges Hausmittel gegen Hämorrhoiden. Setzen Sie bei der Ernährung zudem auf eine ballaststoffreiche und ausgewogene Küche. Auch bei Hämorrhoiden gilt also: Vollkorn statt Weißmehl sowie Obst und Gemüse statt Süßigkeiten.
Achten Sie zudem darauf, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Mindestens 2 bis 3 Liter täglich in Form von Wasser, ungesüßten Teevarianten oder mit Wasser verdünnten Fruchtsäften.

Richtige Sitzposition beim Stuhlgang

Was viele wohl nicht wussten, ist, dass unsere gewohnte Haltung beim Stuhlgang zwar bequem, jedoch keineswegs natürlich oder gesund ist. Bei der in der westlichen Zivilisation üblichen Sitzposition ist das letzte Mastdarmstück abgeknickt, Stuhlreste können nach dem Gang zur Toilette im Darm zurückbleiben. Wirft man einen Blick zurück in unsere Evolution, dann ist schnell klar, dass die Hockposition aus ergonomischer Sicht besser geeignet ist. In der Hocke kann starkes Pressen vermieden werden, und die Wahrscheinlichkeit einer Hämorrhoidalerkrankung sinkt. Wem diese Stellung jedoch zu unangenehm ist, der kann mit Hilfe einer kleinen Erhöhung in Form eines Treppchens die Sitzposition bequem anpassen.